Fairtrade

ERSTER FAIRTRADE LANDKREIS IN OBERFRANKEN

Die begehrte Auszeichnung zum "Fairtrade-Landkreis" erhielt der Landkreis Bayreuth als erster Landkreis in Oberfranken.

Seitdem arbeitet die Steuerungsgruppe an neuen Projekten und Aktionen, um über das Thema Fairtrade zu informieren. Vom FAIREN Fußballturnier, über FAIRE Wettbewerbe bis hin zur FAIREN Weihnachtsfeier.

Auch im Jahr 2020 sind einige FAIRE Projekte geplant.

Woran erkennt man fair gehandelte Produkte (Siegel, Label)? 

Der Flyer "Fairer Handel - Handeln für mehr Gerechtigkeit" nennt die wichtigsten Merkmale, Siege und Laben an denen Sie erkennen können, ob Produkte fair gehandelt wurden.

Vergleich der Fairtrade Siegel (Stiftung Warentest)

Es existieren unterschiedliche Fairtrade Siegel. Die Stiftung Warentest hat diese miteinander verglichen:  Vergleich der Fairtrade-Siegel 

Karte der Fairtrade-Aktivitäten im Landkreis Bayreuth

Im Landkreis Bayreuth engagieren sich viele Akteure und Initiativen für den fairen Handel : zur Karte

Kriterien für die Anerkennung als Fairtrade-Landkreis waren:

  1. Beschluss des Kreistages
  2. Faire Produkte in der Kreisverwaltung: Bei allen öffentlichen Sitzungen sowie im Büro des Landrats wird fair gehandelter Kaffee und ein weiteres fair gehandeltes Produkt angeboten. 
  3. Steuerungsgruppe: Eine lokale Steuerungsgruppe wird gebildet, die auf dem Weg zum Fairtrade-Landkreis die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Diese Gruppe muss aus mindestens drei Personen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft bestehen. 
  4. Fairtrade-Produkte im Sortiment: In den lokalen Einzelhandelsgeschäften und bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants werden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten. Richtwert ist hier die Einwohnerzahl der Kommune. Für den Landkreis Bayreuth muss dieses Kriterium entsprechend in 21 Einzelhandelsgeschäften sowie in elf Cafés erfüllt sein.
  5. Zivilgesellschaft: Produkte aus fairem Handel sollen in mindestens einer Schule, einem Verein und einer Kirchengemeinde verwendet werden. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel umgesetzt, oft im Rahmen weiterer Kampagnen von TransFair z. B. der Kampagne Fairtrade-Schools. 
  6. Öffentlichkeitsarbeit: Die örtlichen Medien sollen von der Steuerungsgruppe über alle Aktivitäten auf dem Weg zum Fairtrade-Landkreis informiert werden.

Weitere Infos zu Fairtrade-Aktivitäten im Landkreis Bayreuth

Faire Produkte in der Kreisverwaltung

In der Kantine, bei allen öffentlichen Sitzungen sowie im Büro des Landrats wird fair gehandelter Kaffee und fair gehandelter Schwarztee ausgeschenkt.

Lokale Steuerungsgruppe

Die Regionale Entwicklungsagentur des Landkreises koordiniert die Fairtrade Aktivitäten im Landkreis Bayreuth und hat am 6.2.2018 eine Fairtrade-Steuerungsgruppe eingerichtet, mit folgenden Mitgliedern:

Zivilgesellschaft

  • Reinhard Birkner, Bund Naturschutz in Bayern e.V., Vorsitzernder der Kreisgruppe Bayreuth
  • Jan Hopfer, Universität Bayreuth,  Green Campus
  • Viviana Horna, Universität Bayreuth, Ökologisch-Botanischer Garten
  • Thomas Knauber, Verein „Kinder von Nepal“, Pegnitz
  • Anja Schneider, Staatliche Realschule Pegnitz
  • Martina Weißmann, Eine-Welt-Initiative Plech

Politik / Verwaltung

  • Martin Dannhäußer, Stadt Creußen, Erster Bürgermeister
  • Günter Dörfler, Fraktionsvorsitzender der CSU
  • Sandra Huber, Stadt Pegnitz, Stadträtin
  • Karl Lothes, Kreisrat
  • Tanja Potzler, Kreisverband Bayreuth-Land, Bündnis 90 / Die Grünen
  • Sabine Rüskamp, Landratsamt Bayreuth
  • Gesa Thomas, Landratsamt Bayreuth
  • Renate Van de Gabel-Rüppel, Stadt Creußen, Stadträtin, Kreisrätin

Wirtschaft / Gastronomie

  • Ursula Heckel, Bioladen Biotop, Pegnitz
  • Sabine Heyder, Café am Booch, Goldkronach
  • Wolfram Heyder, Café am Booch, Goldkronach

Sprecherin der Steuerungsgruppe: Sandra Huber

Sprecherin seitens der Verwaltung: Jana-Lisa Kirsch

Faire Produkte im Einzelhandel und in Cafés

Auf der folgenden Seite finden Gastronomen Beispiele für faire Produkte aus den Kategorien Kalt-/Heißgetränke, Süßwaren und non-Food:

http://taste.fairtrade-deutschland.de/

Faire Produkte werden in folgenden Cafés/Gastronomiebetrieben ausgeschenkt

Faire Produkte werden in folgenden Einzelhandelsgeschäften angeboten:

  • ALDI SÜD in Hollfeld, Heinersreuth, Bad Berneck
  • Pegnitz und Weidenberg
  • Biotop Bioladen Pegnitz GmbH
  • Blumen Büringer, Speichersdorf
  • EDEKA Märkte in Hollfeld, Bindlach, Bad Berneck, Betzenstein, Creußen, Goldkronach, 
  • LIDL, Pegnitz
  • Netto Marken-Discount in Hollfeld und Speichersdorf
  • NORMA in Hollfeld, Weidenberg und Speichersdorf
  • REWE und REWE-Nahkauf in Mistelgau, Heinersreuth, Waischenfeld, Warmensteinach, Bischofsgrün, Speichersdorf, Eckersdorf, Weidenberg, Hollfeld und Pegnitz
  • Rossmann, Pegnitz
  • Schirmer Paul Blumen und Gärtnerei, Creußen
  • Biotop Bioladen Pegnitz GmbH
  • Keller Apotheke, Creußen
  • Wagneria Genuss & mehr, Pegnitz

Faire Produkte in Schulen, Vereinen und Kirchengemeinden

Schulen

  • "Fairtrade-School" Staatliche Realschule Pegnitz (seit 28.04.2016; deutschlandweit die 230. Fairtrade-Schule und die erste im Landkreis Bayreuth) -> weitere Infos hier.
  • "Fairtrade-School" Gymnasium Pegnitz
    faires Café in der Gesamtschule Hollfeld

Vereine

  • pro-A-kids  Projekt “African Kids” e.V. (Dörflas 2, 95463 Bindlach) hat das Ziel, die Lebens- und Lernbedingungen von Kindern in Afrika zu verbessern. Zu diesem Zweck unterstützen sie u.A. einen Kindergarten in Kongoni am Fuße des Mount Kenya. In Deutschland wird fair gehandeltes KunstwEvang. Dekanat Pegnitz erk aus Kenia verkauft.
  • Verein "Kinder von Nepal" in Pegnitz
    BUND Naturschutz, Kreisgruppe Bayreuth
    Sportvereine in Creußen (FC und HC Creußen)

Kirchengemeinden

  • Kath. Pfarrei "Herz Jesu", Pegnitz (u.a. Fair-Trade-Stand am Christkindlesmarkt; Verkauf von Fair-Trade-Produkten bei Veranstaltungen)
  • Evang.-Luth. Kirchengemeinde Pegnitz (u.a. Infoabend Fairer Handel; Verkauf fairer Produkte am Weihnachtsmarkt in Pegnitz)
  • Evang.-methodistische Kirche Pegnitz
  • Evang. Kirchengemeinde St. Jakobus, Creußen (u.a. Fair-Trade-Stand am Weltgebetstag und bei Hausflurweihnacht; Kaffeeausschank im Gemeindehaus und am Töpfermarkt nur Fair Trade
  • Evang. Dekanat Pegnitz

Öffentlichkeitsarbeit

Pressemeldungen. chronologisch

  • 09.12.2016: Nordbayerischer Kurier: Der Landkreis will den Fairtrade Titel
  • 10.12.2016: Nordbayerischer Kurier: Der Landkreis des fairen Handels
  • 22.04.2017: Nordbayerischer Kurier: Armut bekämpfen - Informationsveranstaltung zum Thema "fair handeln" am Dienstag im Gemeindehaus
  • 24.04.2017: Nordbayerische Nachrichten: Besser einkaufen - Warum man regionale und faire Produkte wählen sollte
  • 19.09.2017: Der Neue Wiesentbote: Fair-Trade-Landkreis Bayreuth: "Faire Pflanzen - Fairer Handel schafft Perspektiven!"
  • 08.11.2017: Nordbayerischer Kurier: Erste Fairtrade Town im Landkreis - Creußen erhält das Siegel beim Markt "Regional und Fair" - Auf die Armut in der Welt hinweisen
  • 20.11.2017: Nordbayerischer Kurier: Creußen ist Fairtrade-Town - Manfred Holz übergab die Urkunde - 650 Besucher beim ersten Markt "Regional und Fair" in der Mehrzweckhalle
  • 09.02.2018: Der Neue Wiesentbote: Landkreis Bayreuth: Fairtrade-Steuerungsgruppe gegründet
    10.02.2018: Nordbayerischer Kurier: Auf dem Weg zum fairen Landkreis
  • 17.02.2018: Nordbayerischer Kurier (Pegnitz): Auf dem Weg zum fairen Landkreis - Pegnitzer sind auch in der Steuerungsgruppe - Welt sollte bestmöglich gepflegt werden
  • 20.02.2018: Nordbayerische Nachrichten: Bayreuth ist auf dem Weg zum "Fairen Landkreis"
  • 12.05.2018: Nordbayerischer Kurier - Kinderseite: Auch Mütter mögen Schokolade

Hintergrund

Die Kampagne „Fairtrade Towns“ wird von dem gemeinnützigen Verein „TransFair — Verein zur Förderung des fairen Handels in der Einen Welt e.V“ in Deutschland seit 2009 durchgeführt.448 Städte und Landkreise sind bereits ausgezeichnet, darunter 105 Städte und Kreise in Bayern. In Oberfranken sind die Städte Bamberg, Forchheim, Kronach und Ebermannstadt als Fairtrade-Town ausgezeichnet. Landkreisweite Auszeichnungen gibt es auf oberfränkischer Ebene derzeit noch nicht. Der Faire Handel unterstützt Produzentinnen und Produzenten, insbesondere benachteiligte kleinbäuerliche Familien in den Entwicklungsländern, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Zum Beispiel decken die festgelegten Mindestpreise die Produktionskosten und sichern so das Existenzminimum. Die gezahlten Aufschläge ermöglichen Investition in die Zukunft. Die Standards des Fairen Handels entsprechen den internationalen Standards der Fairtrade Labeling Organization International (FLO). Die unabhängige FLO-CERT GmbH mit Sitz in Bonn stellt sicher, dass die Produkte mit dem Fairtrade-Siegel nach den internationalen FLO-Standards produziert und gehandelt werden.

Weitere Informationen

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